Oh New York,
du und deine Lichter
In der tiefen, schwarzen Nacht
erstrahlst du zu noch mehr Leben, als am Tag
Berauscht verliere ich mich
in deinem orange und rot und blau
Tauche in dich ein
Will alles erfühlen
Dich (be)greifen und festhalten
In dir fortlaufen und mit dir eins werden
Oder verdunsten wie der Nebel,
der aus deinem Boden steigt
Flüchtig
Kaum da und bald schon stehle ich mich wieder fort
Oder doch ein fremder, stiller Zuschauer
am Straßenrand
Staunend

Ob du auch leise sein kannst, weiß ich nicht,
Aber dein Klang ist voller Leben.

Mächtig stehen Sie da, deine gläsernen, wackersteinernen, betonenen Häuser.
Alt spiegelt sich in neu.
So viele Zeitzeugen, deine Wände erzählen Geschichten.
Liebesgeschichten, wo Schmetterlinge in der U-Bahn zu Bloomingdale’s fahren
Und Geschichten, die einfach nur „Extrem laut und unglaublich nah“ sind.
Und deine Menschen sind so bunt, wie all die Steine deiner Gebäude und Lichter bei Nacht zusammen.

2019/10